Nach einer erfreulich unkomplizierten Zugfahrt erreichten wir am Montag Berlin, bezogen unsere Zimmer und erkundeten die Umgebung rund um die East Side Gallery.
Am Dienstag war unser Terminkalender prall gefüllt: Bei einer Stadtführung erkundeten wir das Regierungsviertel rund um den Hauptbahnhof und das Holocaust-Mahnmal, bevor es zur Mittagspause an den Alexanderplatz ging. Anschließend besuchten wir die ehemalige Stasi-Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen. Dort vermittelte uns der Zeitzeuge Henry Leuchner einen eindrucksvollen Einblick in die politische Verfolgung in der DDR. Nach einem gemeinsamen Abendessen in einem indischen Restaurant ging es zu Fuß zurück zum Hotel. Spätestens jetzt dürften die Schrittzähler neue Rekorde angezeigt haben.
Am Mittwoch ging es zum Deutschen Bundestag, wo wir auf der Besuchertribüne einen informativen Vortrag erhielten und anschließend mit einer Mitarbeiterin aus dem Büro des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Thorsten Rudolph ins Gespräch kamen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Paul-Löbe-Haus stand Freizeit auf dem Programm. Während einige sich im Hotel eine kleine Auszeit gönnten, suchte eine Gruppe im Berlin Dungeon freiwillig den nächsten Nervenkitzel. Den Abend gestalteten alle selbstständig in kleinen Gruppen.
Der Donnerstag begann etwas gemütlicher, bevor wir mittags das Deutsche Spionagemuseum besuchten. Die dort gewonnenen Erkenntnisse über digitale Sicherheit führten anschließend dazu, dass erst einmal sämtliche Passwörter kritisch hinterfragt und teilweise direkt geändert wurden. Den Nachmittag verbrachten die Schülerinnen und Schüler ganz nach ihren Interessen beim Shopping, bei einer Führung durch das Olympiastadion oder entspannt im Hotel. Am Abend wartete mit der Schülerdisco im Matrix ein weiteres Highlight. Und tatsächlich: Selbst überzeugte Tanzgegner ließen sich mitreißen und schwangen das Tanzbein!
Auch die letzte Nacht in Berlin wurde offenbar noch einmal ausgiebig genutzt: Zwischen nächtlichen Essensbestellungen und Kofferpacken bis in die frühen Morgenstunden blieb jedenfalls genügend Zeit, die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Trotzdem standen am Freitagmorgen alle überpünktlich am Treffpunkt. Die anschließende Zugfahrt begann mit einem für unsere Klasse eher ungewöhnlichen Phänomen: vollkommener Stille. Das Bedürfnis nach Schlaf hatte endlich gesiegt. Bis Köln verlief die Rückreise weitgehend problemlos, doch nach einem verpassten Anschluss-ICE mussten wir die letzte Etappe in einer völlig überfüllten Regionalbahn bis Koblenz zurücklegen.
Was neben all den Erlebnissen besonders in Erinnerung bleibt, ist unsere tolle Klassengemeinschaft. Die Schülerinnen und Schüler waren während der gesamten Fahrt zuverlässig, pünktlich und ausgesprochen selbstständig unterwegs. Sie fanden sich in der Großstadt und im öffentlichen Nahverkehr problemlos zurecht, hielten Absprachen ein und gingen freundlich, rücksichtsvoll und hilfsbereit miteinander um.
Fünf Tage, unzählige Schritte, viele neue Eindrücke und jede Menge gemeinsamer Erinnerungen – eine Abschlussfahrt, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird!





